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Neuer Noten/TAB Band Gregor Hilden  "Sweet Rain"

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(Acoustic Music, 72 Seiten, 2005)

  •  13 Orginals – „Note for Note“ – transcribed „as recorded“
  • Tricks & Licks für die E-Gitarre
  • Komplette Solo-Transkriptionen
  • Sound
  • Transkriptionen von Wolfgang Kehle

Preis: 19,90 plus 2 Euro Versand

 

"Slabo Days" - Peter-Green-Version

Oft werde ich angemailt, weil großes Interesse an Transkriptionen besteht, besonders von meiner Version von "Slabo Days". Davon habe ich leider keine Aufzeichnung - allerdings hatte ich mir irgendwann mal die Mühe gemacht, die Original-Version von Peter Green/Snowy White komplett zu transkribieren! Hier gibt es die TABs Slabo Days 1, Slabo Days 2, Slabo Days 3, Slabo Days 4.

Zum Download der TABs genügt ein Rechtsklick auf die Links und dann "Ziel speichern unter..."

Weitere Noten/Tabs werden im Kürze folgen

 

"Hot Licks"

Frage: Wie komme ich selbst auf interessante Läufe, die möglichst auch noch musikalisch interessant, vielleicht sogar „spektakulär“ klingen? Die Antwort ist recht einfach: man höre sich andere Musiker an! Es beginnt damit, dass man sich typische Tonfolgen von den CDs seiner Lieblingsmusiker heraushört. Wichtig dabei ist, sich nicht gleich zu überfordern – sich etwa an zu schwierige und/oder zu schnelle Läufe heran zu wagen. Intuitiv kann man bereits beim mehrfachen Hören einer bestimmten Passage erahnen, ob die Tonfolge einer Aufnahme wohl mit ein wenig Arbeit zu erschließen sei. Ein Gitarrenanfänger richtet sein Augenmerk dabei zunächst einmal auf - rein spieltechnisch gesehen (!) – weniger anspruchsvolles Material, wie etwa Licks und Soli von B.B. King. Hier kann man die Grundlagen studieren: Techniken wie Bendings, Slide, Hammer-on, Pull-off, und vor allem auch: punktgenaue Phrasierung! Der nächste – und ungemein wichtige - Schritt ist nun, diese Melodien nach eigenem Gutdünken zu verändern. Mit Hilfe der gelernten Techniken und Tonfolgen können neue Licks entstehen. Verschiedenste so erarbeitete Fragmente (mal von Jazz-Platten, mal aus einem Pop-Song, aus Country-Licks etc.) werden idealerweise völlig neu miteinander verknüpft, abgeändert, in andere tonale Zusammenhänge gebracht etc. Und irgendwann kommt dabei etwas Eigenes heraus, findet man seinen eigenen Stil! Genau so haben es auch die Musiker gemacht, deren Licks man sich erarbeiten möchte! 

„Hot Licks“ heißt es nun, und die folgenden Beispiele richten sich an fortgeschrittenere Gitarristen, beinhalten (welch schöner Zufall...) Ausschnitte aus meiner neuen CD („Blue Hour“) . In Abb. 2 ist ein Lauf abgebildet, der dem Solo des Openers „Flying Home“ als Höhepunkt des Gitarrensolos dient ( ab 1:53). Ein recht spannungsvoller, jazziger Lauf, der ein zuvor eher ruhiges und bluesiges Solo (siehe Ausschnitt in Abb. 1 (ab 1:35) abschließt.Der „countryeske“, schnelle Lauf in Abb. 3 ist das Ergebnis einer Inspiration, die ich beim Hören einer Danny-Gatton-CD hatte. Die Töne sind gänzlich anders als auf besagter CD. Vielmehr war es die Art und Weise, die Saiten anzuschlagen, und das expressive Moment, das ich nachempfunden habe. Das Tonmaterial selbst ist hingegen auf völlig andere Weise entstanden, hier dienten die bluesig-weichen Intervalle einer alten George-Benson-Aufnahme als Grundlage. Auf meiner CD wird damit das Eingangssolo einer kantigen R&B-Nummer („Who’se Makin’ Love“) gespickt (ab 0:13). Die Vermischung dieser Elemente, gepaart mit ein wenig Kreativität lässt – wie man hören kann – schnell etwas Eigenes entstehen. 
Natürlich ist es auch legitim, hier und da einmal seinem Vorbild mit einem netten, kleinen Zitat Tribut zu zollen. In Abb. 4 ist ein Lick in typischer Peter-Green-Manier aufgeschrieben, das in meiner Bearbeitung von „Love Another Woman“ zum Einsatz kommt (ab 0:47) – ein Klassiker-Lauf, den bereits auch Carlos Santana sich angeeignet und auf Platten verewigt hat.Übrigens: Beispiele für Variationen einer bestimmten Technik gibt es mit Abb. 5. Eigentlich ist der Lauf dem von Abb. 3 sehr ähnlich. Die Veränderung weniger Töne und der völlig andere harmonische Zusammenhang bei (hier d-Moll) „Love Another Woman“ (ab 2:27) geben diesem Lauf nun einen gänzlich anderen Charakter. 
Wichtig zur Ausführung aller hier abgebildeten Beispiele ist: Achtet zunächst genau auf die verschiedenen Verzierungszeichen wie Pull-off, Hammer-on etc. um diese Licks flüssig und locker spielen zu können. Wenn’s dann klappt, tauscht einfach mal verschiedene Verzierungen aus. Schlagt die Noten im Wechselschlag an, wo zuvor noch mit Hammer-on oder Pull-off verbunden wurde, und fügt dafür diese Stilmittel an anderer Stelle ein. Der Charakter der Melodie verändert sich schlagartig - was wiederum auf neue Ideen bringt!

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht Gregor