Gregor Hilden - Gitarre

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Blues, Soul und grooviger Jazz stehen auf dem Programm des münsterischen Gitarristen Gregor Hilden. Mit unzähligen Auftritten und insgesamt 10 CDs und einer Live-DVD unter eigenem Namen ist er seit langem in der Szene aktiv und mittlerweile auch international bekannt geworden.

Das Fachmagazin "Gitarre und Bass" widmete ihm mehrere Features, wies dabei auf Einflüsse von Peter Green und Larry Carlton hin und belegte sein Spiel mit Prädikaten wie "ökonomisch, flexibel und elegant". Das charakterisiert Hildens Musik - eine Melange aus Blues, Jazz und Soul - denn auch höchst zutreffend.

Sowohl das Feuilleton der Frankfurter Rundschau als auch das Jazz-Podium ließen sich zu der schmeichelhaften - wenngleich natürlich etwas unsinnigen - Formulierung hinreißen, Hilden als einen der "wohl besten modernen Bluesgitarristen Europas" zu bezeichnen! Hildens Spiel ist freilich nicht auf Attribute wie "besser", "schneller" oder "spektakulärer" angewiesen, sondern überzeugt vielmehr durch einen gefühlvollen Stil, der nicht durch Schubladen-Denken gekennzeichnet ist, sondern höchst individuelle Noten besitzt.

Ebendies verdeutlicht der Musiker auf seiner jüngst erschienenen CD "Blue In Red".
Nach dem rein instrumentalen Blues-Album "Golden Voice Blues", übernimmt auf dem neuen Werk "Blue In Red" wiederum die E-Gitarre die Lead-Parts. Sie ist die "Stimme" der 11 Titel (davon sieben Eigenkompositionen), die allesamt die vielfältigen stilistischen Interessen des Protagonisten widerspiegeln: Blues, Funk, Jazz, souligen Pop und R & B.

Der musikalische Bogen aber, der auf dieser CD gespannt wird, ist ungleich umfassender als noch bei dem Vorgänger-Werk. Federnde, singende Gitarrenlinien treffen auf extrem swingige Rhythmustruppe, knackiger Funk-Titel (wie etwa bei der George Benson bekannt gewordene und hier neu interpretierten Nummer "Breezin´"), atmosphärische Balladen und schöne Uptempo-Jazz-Grooves.

Interessant sind vor allem die Eigenkompositionen. Die Gastsolisten Volker Winck am Sax, Christian Kappe an der Trompete, der Essener Folkwang-Professor Thomas Hufschmidt am Klavier geben Stücken jeweils weitere Farben. Und einen besonderen Eindruck hinterlässt bei einem Titel auch der US-amerikanische Gitarrenstar Tom Principato, der kurzerhand gemeinsam mit Hilden ein Stück schrieb und in lässiger Jam-Manier im münsterischen Studio einspielte. Das Ergebnis ist ein fesselndes "Gitarrenduell" der beiden Saitenzauberer, bei dem allerdings keiner der beiden "niedergespielt" werden sollte. Freundschaftlich werden hier in "Trading Time" die Blueslicks ausgetauscht. Ein Stück, welches augenblicklich für gute Laune sorgt - und dieser Eindruck ist kennzeichnend für das komplette Album.

Gitarrenfreaks werden überdies Freude an dem verwendeten Equipment haben:
Verschiedene Vintage Gitarren kamen hier zum Einsatz wie auch ein extrem seltener und begehrter Dumble Overdrive Special Amp bei sämtlichen Soli.

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